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Sich wehren und helfen

Sich wehren und helfen

Gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern führt die Bundespolizei an verschiedenen Orten im Bundesgebiet Zivilcourage-Aktionen durch. Dazu gehören Selbstbehauptungs- und Zivilcouragekurse für Kinder und Erwachsene, aber auch Ausbildungen zum Schulbusbegleiter für Schülerinnen und Schüler.

„Buddy Kids“: Persönlichkeitstraining für Kids
Wie sich Kinder gegen Angriffe – auch von Erwachsenen – verteidigen können, das lernen Grundschüler im Alter von sechs bis zehn Jahren bei den „Buddy Kids“, einem Anti-Aggressionstraining zur Verbesserung des Sozial- und Konfliktverhaltens. Ziel des Trainings – das mit Methoden aus dem Boxtraining arbeitet – ist, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, damit sie sich bei Konflikten besser gegen Angriffe wehren können. Dazu lernen die Kinder unmissverständlich und mit Nachdruck NEIN zu sagen – auch gegenüber Erwachsenen.
Zum Training gehört aber auch die Gewaltprävention. Dazu trainieren die kleinen Teilnehmer ihre sozialen Kompetenzen. Sie lernen beispielsweise andere mit Respekt zu behandeln, sich gegenseitig zu vertrauen und auch in Streitsituationen angemessen zu reagieren. Ziel ist, Aggressionen abzubauen und Konflikte zu vermeiden.
Bei den kleinen Teilnehmern kommt das Training gut an. Sie haben nicht nur viel Spaß an den Kampfsport-Übungen, Lehrerinnen und Lehrer beobachteten auch, dass sich ihr Verhalten verbessert: Schüchterne Kinder werden mutiger, Hitzköpfe ruhiger. Weitere Informationen: www.buddykids.de

DB Schülerbegleiter: Sicher unterwegs
In München können Schülerinnen und Schüler bei der Bundespolizeiinspektion eine Ausbildung zum ehrenamtlichen DB Schülerbegleiter absolvieren. In Theorie und Praxiseinheiten lernen sie, sich und anderen in Gewaltsituationen zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden – auch unter Zuhilfenahme der „Sechs Regeln für den Ernstfall“: Zeuge sein, Tätermerkmale einprägen, Andere zur Mithilfe auffordern, Hilfe unter Notruf 110 holen, Um die Opfer kümmern, Sich selbst nicht in Gefahr bringen. Zu ihren Aufgaben gehört auch, Gleichaltrige auf Fehlverhalten anzusprechen. Weitere Informationen: 
www.s-bahn-muenchen.de/s_muenchen/view/service/db_schuelerbegleiter.shtml

„Coolrider“: Erwachsenen ein couragiertes Beispiel sein
Im Großraum Nürnberg sind Schülerinnen und Schüler in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen und an Bahnhöfen aktiv, um Schwächere vor Übergriffen zu schützen und ältere Menschen in ihrer Mobilität zu unterstützen. So sorgen die sogenannten „Coolrider“ dafür, dass die Fahrgäste – alt wie jung – sicher am Ziel ankommen und leben den Erwachsenen Zivilcourage vor. Ausgebildet werden sie unter anderem von Trainern der Bundespolizei. Sie lernen - unter anderem auch in Rollenspielen - im Konfliktfall zu helfen, aber auch sich selbst zu schützen. Weitere Informationen: www.coolrider.de und www.Coolrider-freunde.de

Verhaltenstraining für Fahrgäste
„Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst - ich auch!“; so heißt ein Kurs, der unter anderem im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München für Erwachsene angeboten wird. Die Kursteilnehmer lernen in kritischen Situationen sich und anderen zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen und Rettungseinrichtungen im öffentlichen Raum zu nutzen, beispielsweise Notrufanlagen in S- und U- Bahnen. Weitere Informationen: www.fahrgaeste.de

 

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